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Seelenaufgabe

Wenn ich in Menschen nicht Rollen, sondern Seelen sehe,
beginnt selbst im Fremden etwas Vertrautes zu entstehen.
Jede Begegnung trägt ein verborgenes Lernfeld in sich,
jede Nähe, jeder Widerstand prüft, wer ich wirklich bin.

Unerwiderte Liebe wird zur Schule meiner Freiheit,
Konflikt zum stillen Ruf, mein Herz nicht zu verschließen.
Auch Leid ist mehr als ein bloßer Bruch im Leben,
es formt, was in mir reifen und sich verwandeln will.

Ich lerne, nicht alles zu halten, nicht alles lenken zu müssen,
und finde im Gebet den Raum zwischen Angst und Vertrauen.
Gottesbewusstsein ist nicht ein fernes Licht,
sondern eine Liebe, die ich im Jetzt verkörpern kann.

Wo ich stehe, ist kein Urteil, sondern Anfang.
Jeder Mensch, jeder Schmerz, jeder Augenblick
ist ein Spiegelbild meiner Seele
und eine Einladung, noch bewusster zu lieben.



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