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Schuld ohne Schuld

Ich ging los, bevor ich wusste, wohin,
getragen von Händen, die ich nicht fühlen konnte.
Du liebtest mich lauter, als ich je hören lernte,
und ich nannte es Schicksal, weil mir die Worte fehlten.

Im Hinterzimmer meines Herzens
standen Schatten Spalier,
und als wir "Ja" sagten
konnte man schon Abschied spüren.

Ein Kind blieb namenlos in fremder Stadt,
zurückgelassen zwischen Grachten und Schweigen.
Ich trug schwer an dieser Schuld,
und wurde härter als Stein.

Dann kamst du, du kleines Licht,
und für einen Atemzug war ich weich.
Doch selbst Liebe fand keinen Weg in mich
und so erbtest du ganz viel Ungesagtes.



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