Gedanken eines Lebens

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Alles im Fluss

Du fragst, wie viele Leben
hat mir dies eine hier gegeben?
Es waren viele, lass mich kurz denken,
erfüllt mit Sorgen und Geschenken.

Einst Sohn, Student, dann Ehemann,
gefühlt ein Mensch, der alles kann.
Junger Hund und alter Kracher,
Krieger, Lord und Alles-Macher,

Ein Schulkind, ein Gymnasiast,
ein Akademiker, ja fast.
Ich war Hausmann, Koch und Nerd,
tat mich schwer mit manchem Flirt.

Bin lange Vater und nun Opa,
im Urlaub meist in Südeuropa.
Ich war Sorgenkind und Tröster,
Kritiker, mir selbst mein größter.

Ich hab geliebt, ich hab gehasst,
geformt, verloren und verpasst.
Ich war ein Freund, und auch ein Feind,
hab viel gelacht und oft geweint.

Hab viel geschrieben, manches bleibt,
wenn Zeit sich so an Zeiten reibt.
Hab viel gelesen, viel gesucht
und oft das große Glück gebucht.

Ich konnte Herz und Seele spüren,
auf Wegen, die mich weiterführen.
Ich habe Gott, den Herrn gefunden,
er heilte viele meiner Wunden.

Ich war der Steuermann des Lebens,
kein Weg davon war ganz vergebens.
Das Leben glich oft einem Fluss,
in dem man mehr als schwimmen muss.



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