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Der Schwarm

Das Buch hat mich elektrisiert,
ein Funke nur, doch fokussiert:
Dass nichts verloren geht, was war,
dass Wissen bleibt für alle Jahr’.

Shakespeare, Schiller, Goethes Geist,
Beethoven, der uns Wege weist.
Sie starben nicht mit ihrem Licht,
es lebt im Schwarm, es endet nicht.

Und doch, wie bitter ist die Zeit,
wir tappen stets ins gleiche Leid.
Was war, das war, egal wie gut,
zu der Erkenntnis fehlt der Mut.

Schon Dürrenmatt erkannte klar,
was denkbar ist, wird einmal wahr,
gefühlt, gelebt und dann vergessen,
verlustig, was wir längst besessen.

Einen Gedanken will ich diesen Zeilen entgegenstellen:

"Kann es Freiheit geben, wenn nichts jemals vergessen werden darf?"

Ein ewiges Gedächtnis wäre eine gewaltige Macht. Es könnte die Grundlage für Kooperation und Lernen sein, aber auch für totale Kontrolle.

Vielleicht braucht Bewusstsein beides: Erinnerung, um Identität zu entwickeln und Vergessen, um nicht von der eigenen Vergangenheit versklavt zu werden.

So schön die Vorstellung ist, dass in jedem von uns ein Goethe oder Schiller stecken, so unerträglich ist aber der Gedanke, dass Nero, Hitler oder Stalin überall präsent sind.


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